Henning Krautmacher

Henning KrautmacherMit zarten fünf Jahren erlernte Henning das Blockflöten-Spiel und „Flötenhansel, spiel einmal – Gretel will jetzt tanzen“ hieß das erste Stück, welches er als „Front-Mann“ performte. „Krauti“ reichte dies´ jedoch nicht als Karrierestart und eine „jecke Grundausbildung“ musste her. Gesagt – getan, im Hause Krautmacher wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt, und so bekam Henning im Alter von neun Jahren die höchstmöglichen „karnevalistischen Weihen“: Henning I. wurde Kinderprinz in Leverkusen.

„Prinz in Leverkusen“ war aber kein Beruf, von dem man dauerhaft leben konnte und so entschied sich Henning Krautmacher für die Ausbildung als Heilpädagoge. Doch im weitesten Sinne verdiente er auch damals schon sein Geld mit der Musik. In Jugendclubs mit seiner Schülerband „New Friends“, später dann mit der Leverkusener Mundart-Band „Us dr Lameng“ und als DJ in verschiedenen Discotheken der Region. Zudem arbeitete Henning als Schauwerbegestalter, was seit August 2004 „Gestalter für visuelles Marketing“ genannt werden darf, aber Henning selbst nennt es „Schmücker“. Anschließend arbeitete er noch als Journalist beim „Leverkusener Anzeigenblatt“, was ihn wohl so sehr prägte, dass er noch heute sagt, „wenn ich nicht die Musik zum Beruf gemacht hätte, wäre ich beim Journalismus geblieben“.

Aber die „hätte, wäre, könnte“ -Diskussion stellte sich nicht mehr, da ihn die Musik gepackt hatte. Anfang bis Mitte der 80er-Jahre trat er regelmäßig mit „Us dr Lameng“ dort auf, wo auch die Fööss oder die Höhner regelmäßig von den Massen gefeiert wurden.

Beim „Wuppermannpark-Fest“ im Juni 1986 hatte Hennings Band eigentlich andere Verpflichtungen, besuchte aber trotzdem die Veranstaltung. Als das Publikum die „Lokalmatadore“ entdeckte, forderte man sie auf die Bühne. „Us dr Lameng“ folgte den Rufen und spielte – über die Anlage der HÖHNER, bei denen zwei Tage zuvor Peter Horn seinen Ausstieg angekündigt hatte.

Mit den Eindrücken von diesem Spontan-Gig im Hinterkopf rief am 23. Juni 1986 HÖHNER-Gründer, Peter Werner, bei Henning an und fragte, ob er sich vorstellen könnte, als Sänger bei den Höhnern einzusteigen. Krautmacher bejahte und es folgte etwas, was in der Musikbranche wohl einmalig ist: Knapp ein Jahr lang standen der scheidende Peter Horn und sein Nachfolger Henning Krautmacher noch gemeinsam auf der Bühne und vollzogen damit einen perfekten Wechsel.

Inzwischen sind über zwei Jahrzehnte vergangen und die steile HÖHNER-Karriere des Blockflöte spielenden Kinderprinzen ist hinlänglich bekannt, aber sein Bekenntnis zur schreibenden Zunft blieb ungetrübt. In den letzten Jahren hat Henning, wie ganz „nebenbei“, unter anderem drei Kochbücher und ein Buch über seine Lieblingsinsel Irland geschrieben. Und vom „Schreiber“ zum „Maler“ war es für den „kreativen Allrounder“ dann auch kein weiter Schritt. Die großen Ausstellungen seiner Werke, u.a. in Berlin, Aachen, Bonn und natürlich Köln fanden allerorten breite Anerkennung.
Henning und die Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung eines Henning Krautmacher ist natürlich eng verknüpft mit seiner eigenen Biographie. Insbesondere seiner Leidenschaft zum Schreiben und Vortragen ist es zu zuschreiben, dass Henning sich beim „Deutschen Vorlesepreis“ – der Förderung von ehrenamtlichem Engagement und der Liebe zum Buch – sehr stark einbringt. Wie auch Peter Kloeppel, RTL-Chefredakteur und Schirmherr des „Deutschen Vorlesepreises“ ist auch Henning Krautmacher der Meinung, „dass je früher man Kindern die Liebe zu Büchern näher bringt, desto besser. Wer liest kann mehr und weiß mehr.“

Hennings Homepage: www.henning-krautmacher.de

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